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Interview: Welche Kissen zu Schlafposition und Nacken passen

Das passende Kissen wird beim Thema Schlaf oft unterschätzt. Dabei beeinflusst es wesentlich, wie ruhig Kopf, Nacken und Schulter gelagert werden. In diesem Interview geht es darum, worauf es bei Kissen für unterschiedliche Schlafpositionen ankommt und warum das richtige Kissen weit mehr ist als nur eine weiche Unterlage für den Kopf.

Was macht ein gutes Kissen aus?: Es füllt den Raum zwischen Kopf und Schulter genau so, dass die Halswirbelsäule ruhig in einer Linie bleibt, nicht zu hoch, nicht zu flach. Alles andere bekommt der Nacken im Laufe der Nacht zu spüren.

Wie findet man die richtige Höhe?: Indem man in der eigenen Schlafposition probeliegt. Seitenschläfer brauchen mehr Volumen, Rückenschläfer weniger, Bauchschläfer am wenigsten. Die Schulterbreite ist dabei wichtiger als die Körpergröße.

Welches Material passt zu wem?: Naturkautschuk stützt sehr gleichmäßig, Schurwolle ist anpassungsfähig und warm, Daune sehr weich. Wichtig ist immer das Zusammenspiel mit der Matratze, ein weiches Bett verträgt ein festeres Kissen, ein festes Bett ein weicheres.

Welche Fehler sehen Sie häufig?: Zu hohe Kissen aus Gewohnheit. Viele Menschen haben sich an eine ungesunde Halsposition gewöhnt und merken erst nach ein paar Nächten mit der richtigen Höhe, wie ruhig der Nacken eigentlich liegen kann.

Wann lohnt sich ein neues Kissen?: Wenn der Nacken morgens spannt, wenn die Schulter zieht oder wenn das Kissen sichtbar zusammengedrückt ist. Ein gutes Kissen sollte alle zwei bis drei Jahre überprüft werden, das ist oft der schnellste Weg zu besserem Schlaf.